Dienstag, Oktober 10, 2006

Shamrock - National Symbol

Wieso ist das Kleeblatt irisches Nationalzeichen?

Mit dem Kleeblatt (shamrock) soll der Hl. Patrick die Dreifaltigkeit erklärt haben. Es ist heute das irische Nationalzeichen und begenet einem auf Schritt und Tritt: An Pullovern, auf Ansichtskarten, aus Plüsch und Plastik, aus Hefeteig, als Blumenstrauß und vieles mehr. Zum Nationalfeiertag am 17.März, dem St. Patrick's Day, heften sich die Iren das Kleeblatt an die Brust.

Sonntag, Oktober 08, 2006

Outdoor-Trip No.2

Hillwalking/Rockclimbing/Caving in Burren

Wenn man Irland untertags kennen lernen möchte, dann muss man Caving betreiben. Mir wurde spätestens klar, dass Caving sicherlich nicht nur ein Höhlenspaziergang ist, als ich mit der Ausrüstung - Caving-Overall, Gummistiefel, Helm sowie Lampe - vertraut wurde. Aber das war erst der Anfang...

Der Eingang unserer Höhle war gerade einmal so groß, dass ein Mensch auf allen Vieren kriechend bzw. robbend hindurch passt. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dort rein zu kriechen, aber, was soll's, wenn man sich schon in den Anzug gezwängt hat. Nachdem meine Gruppe mit Ceillan und vier weiteren Studierenden und Outdoor-Pursuite-Club-Member die ersten vier Meter durch den menschengroßen Tunnel - Hüftumfang und nicht Körpergröße - gekrochen sind, waren wir offiziell in der Höhle.

Die unterirdischen Gänge waren zumeist aber auch nicht breiter als einen Meter und in den nächsten 45 Minuten folgten noch mehrere Schächte, durch die man sich "hindurch zwingen" musste. Wir wateten durch einen unterirdischen Fluss, das Wasser teilweise bis zu den Knien und trotz Gummistiefel, die nur zum Schutz dienten, sind wir nass geworden.

Auf alle Fälle wimmelt es in dieser Höhle nur so von atemberaubenden Stallagniten und Stallaktiten (siehe Fotos) und ich freue mich, dass ich dieses außergewöhnliche Untertag-Erlebnis miterleben durfte.

Samstag, Oktober 07, 2006

You're at home baby!

Die erste Woche habe ich bei einer äußerst netten Gastfamilie verbracht, und zwar im Haus von Lisa B. Keen. Die tüchtige Frau hat gleich drei verschiedene Jobs, da sie einen Shop in der Stadt hat, einen alten Mann pflegt und noch dazu Studenten beherbergt. Hier habe ich mit Lisa und ihren 13jährigen Zwilligen Molly und Declan sowie den Studenten Ali und Khalid aus Saudi Arabien und Kim aus Südkorea gewohnt.

Seit fast drei Wochen lebe ich nun in einem Studentenappartment direkt am Campus der Universität Limerick. Das Thomond Village ist direkt am Shannon River gelegen und ich brauche zu Fuß ungefähr 10 und mit dem Rad ungefähr fünf Minuten zur Uni. Hier lebe ich mit fünf Iren, drei Mädels: Anita aus Ennis, Deidrera und Niahm aus Kilkenny sowie zwei Burschen Padraigh aus Kerry und Tony aus Dublin, zusammen.

Außerdem sind hier in Limerick gleich sieben Österreicher, die dieses Semester an der Uni studieren. Alle vertreten verschiedene Bundesländer (am Foto unten von rechts nach links):
  • Alex aus Niederösterreich
  • Martina aus Voralberg
  • Conny aus Tirol
  • Gerhard aus Salzburg
  • Günther aus Kärnten
  • Dominik aus Oberösterreich und last but not least
  • Claudia aus der Steiermark.
Vor kurzem hatten wir einen Österreichabend und sind beim Zwiebelschneiden fürs Gulasch gemeinsam bei Musik Made in Austria zum Weinen gekommen.

Outdoor-Trip No.1

Als am 1.Oktober in Österreich gewählt wurde, stand bei mir Folgendes am Programm:

Trip to Knockmealsdown with the OPC -
Outdoor Pursuite Club

Hillwalking in der Nähe von Tipperary bei Cork

  • 5 Stunden Wanderung (Pausen nicht miteingerechnet)
  • 4 unterschiedliche Hügel - am Anfang steiler, steiniger Anstieg und am Ende flacher, moosiger Flechtenweg
  • 3 verschiedene Wetterlagen - die gesamte Bandbreite des irischen Wetters von Regen (siehe Fotos auch mit Regenbogen) über Nebel bis zu Sonnnenschein
  • 2 Pumpkin Soups mit Sandwiches zur Stärkung
  • 1 warme wohltuende Dusche danach - da trotz Waterproofed Trousers ziemlich durchnässt

Freitag, Oktober 06, 2006

Sightseeing-Trip in Killaloe

Killaloe ist ein Zentrum für Wassersport, wo sich zahlreiche Skipper von Kabinenkreuzer treffen. Neben einer Menge von Bootsverleihern haben sich hier Restaurants, Pubs und Läden angesiedelt. Das Killaloe Heritage Centre, im Gebäude der Touristeninformation, informiert über die Geschichte der Gegend. Claudia und ich haben jedoch lieber Stöbern im Souvenir-Shop und danach Kaffeetrinken zusammen mit Kosten eines picksüßen Apple-Pie vorgezogen.

Das Städtchen liegt unweit von Limerick und besitzt sogar eine Kathedrale, namens St. Flannan's Cathedral, die anstelle eines älteren Gotteshaues errichtet wurde (siehe Foto ganz rechts oben). Das romanische Portal der Kirche wurde in den Bau eingezogen. Daneben steht ein außergewöhnlicher Stein mit einer Wikiniger Inschrift, die möglicherweise übersetzt lauten kann: http://www.wickie.ch/lied/gross.mp3.

Freitag, September 29, 2006

International Students Party

Limerick: My Ireland Home Town

Im Ausland wird der Name Limerick vor allem mit den berühmten fünfzeilien Spottversen in Verbindung gebracht, kaum jedoch mit der drittgrößten irischen Stadt im Südwesten des Landes. Trotzdem habe ich den Weg in diese Stadt mit 86.998 Einwohner (Stand 2002) und den größten Fluss Irlands gefunden. Der Shannon River durchfließt die Stadt und mündet hinter Limerick in den Atlantik.

Limerick ist ein Verkehrsknotenpunkt, da neben mehreren Hauptdurchgangsstraßen der internationale Flughafen Shannon Airport nur 24 km entfernt ist. Die bekannteste touristische Attraktionen ist das "King John’s Castle" (siehe Foto oben rechts). In den letzten Jahrzehnten konnte durch die Ansiedelung moderner Industriezweige, z.B. der internationale Computerhersteller Dell, die Bedeutung Limericks als Industriestandort vergrößert werden.

Hier sieht man die Hauptstraßen der Stadt, O'Connell und William Street, wo man auch noch etliche ansehliche georgianische Wohnhäuser finden kann. Außerdem fahren die Iren ebenso wie die Engländer auf der linken Straßenseite, was für mich beim Überqueren der Straße durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann, da ich immer noch auf die falsche Seite schaue.

Am Abend in den örtlichen Pubs kann es vorkommen, dass man öfters als sonst wo Musik von den Cranberries hört. Die populäre irischen Rockgruppe rund um Dolores O'Riordan stammt nämlich aus Limerick. Einer ihrer erfolgreichsten Songs aus dem Jahr 1995, "Zombie" vom Album "No Need To Argue", handelt vom Konflikt zwischen Irland und England (Eine Hörprobe gibt es unter http://www.cranberries.com/listen/samples.html).

Sonntag, September 24, 2006

Sightseeing-Trip to Cliifs of Moher

Die "Cliffs of Moher" sind eines der meistbesuchten Naturwunder an der Küste Irlands und dürfen natürlich in keinem Besichtigungsprogramm fehlen. Deswegen war diese Attraktion gleich der Anziehungspunkt am ersten Wochenende in Irland. Zwischen 120 und 200 Meter ragen gewaltige Steinfelsen aus dem Meer.

Selbst nelbelverhangen oder eben sturmgepeitscht gehören die "Cliffs of Moher" im Westen des Landes, südlich der Galway Bay, sicherlich zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Gute acht Kilometer ziehen sich die Klippen hin und Claudia und ich haben natürlich einen Blick in die schwindelerregende Tiefe gewagt. Leider war beim diesem Wetter kein Blick über den Atlantik nach Amerika möglich.

Fáilte! - Welcome!

Es grünt so grünt ... Irlands, nicht Spaniens Blüten sollten eigentlich im Mittelpunkt dieses berühmten Liedes stehen. Die Farbe Grün in allen seinen Schattierungen dominiert dieses Land, in welchem ich mich seit Mitte September befinde.

Einfärbig wäre jedoch auf Dauer ziemlich fad und so findet man häufig bei den irischen Häusern knallig-bunte Eingangstüren. Die Türen einer traditionellen Behausung laden in ein "Cottage" ein und wenn man die Iren kennen lernen möchte, geht man natürlich am besten in ein Pub. Das erste Wort, das man als Gast in der alten Landessprache, dem Gälischen, lernt, lautet "Fáilte", was soviel wie "Willkommen" heißt.

Und müsste ich alle meine ersten Eindrücke auf eine Kurzformel bringen, dann würde das natürlich wie folgt lauten: Irland ist gleich Guinness.

Freitag, September 15, 2006

Abgehoben, Gelandet und ...

Am Dienstagabend, den 12.September, bin ich zusammen mit Claudia Harrer, meiner Limerick-Kollegin, die an der Uni Graz Volkswirtschaft studiert, mit der aus Irland stammenden Billigfluglinie Ryanair von Salzburg Richtung Dublin abgehoben.

Jedoch sind wir erst in den frühen Morgenstunden am 13.September in der irischen Hauptstadt gelandet, da die Maschine wegen technischer Probleme eine Verspätung von zwei Stunden hatte. Auch wenn es dann schon zwei Uhr früh war, sind wir auf ein Begrüßungsbier in einem noch geöffneten Pub gelandet.

Nach ein paar Stunden Schlaf haben wir bereits Dublin (leider) wieder verlassen und sind weiter zu unserem eigentlichen Ziel nach Limerick gereist. Zur Zeit wohne ich bei einer äußerst netten irischen Gastfamilie und besuche einen Englisch-Kurs im Limerick Language Centre. Es geht mir sehr gut und ich bin auf alle Fälle gut angekommen.

Dienstag, September 05, 2006

Als Stipendiat in Alpbach

Ich kann nur jedem empfehlen, sich von Alpbach und vom Europäische Forum Alpbach selbst ein Bild zu machen. Für das nächste Jahr, unter dem voraussichtlichen Generalthema "Suche nach Neuem (Emergenz)", kann man sich für ein Stipendium unter www.alpbach.org wahrscheinlich wieder im Frühjahr 2007 bewerben.

Ich war sehr begeistert von der wundervollen Umgebung, dem überaus breit gefächertem Programm und den interessanten Begegungen. Darüber hinaus war ich überrascht, dass in Alpbach sehr viele Studierende aus Graz vertreten waren. Unten sieht man ein Gruppenfoto der Stipendiaten mit den Präsidenten, Erhard Busek vom Europäischen Forum Alpbach und Christoph Leitl von der Wirtschaftskammer Österreich.